Nadja Leineweber
Bereichsleiterin Mitgliederbetreuung & Veranstaltungen
+32 (0) 2 204 01 79 leineweber@debelux.orgBeim Networking-Breakfast mit Drees & Sommer, Premium-Mitglied der AHK debelux, nutzten rund 30 Gäste die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit Entscheidungsträgern und Unternehmern aus dem deutsch-belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsnetzwerk und erhalten Sie Impulse zu aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen.
Daphne Gielesen, Managing Director, Drees & Sommer Netherlands, erläuterte warum eine klare Vision für ein Gebäude zu größerem Erfolg führt.
Eine klare Vision ist die Grundlage jeder erfolgreichen Immobilienstrategie. Gebäude entfalten ihren vollen Wert nicht allein durch ihre Quadratmeterzahl oder die Anzahl der verfügbaren Arbeitsplätze, sondern durch den Zweck, den sie unterstützen sollen. Erst wenn Investoren definieren, welche Art von Arbeitsumgebung geschaffen werden soll und welchen Beitrag sie zum Unternehmenserfolg leisten kann, wird eine Immobilie zu einem echten strategischen Asset. Eine überzeugende Vision gibt Orientierung, schafft Klarheit und erleichtert Investitionsentscheidungen erheblich, meint Daphne Gielesen.
Daher sollten sich Unternehmen bei der Entwicklung von Immobilienprojekten zuerst fragen, welche Anforderungen sie und ihre Mitarbeitenden an den neuen Arbeitsraum stellen und wie dieser zur Erreichung der Unternehmensziele beitragen kann.
Alexander Braun, Segment Head Hightech, Drees & Sommer Germany, plädiert für mehr Investitionen in die Ausweitung des europäischen Halbleiter-Ökosystems. Er betont, dass die Halbleiterindustrie derzeit zu den bedeutendsten Investitionsfeldern in Europa gehört. Halbleiter bilden die Grundlage nahezu aller Zukunftstechnologien und sind unverzichtbar für die Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Verteidigungstechnologien, Rechenzentren und zahlreiche weitere Schlüsselindustrien. Die Studie "The 2040 technology game plan" von Roland Berger zitierend, geht Braun von einem Marktvolumen von 20 Billionen Euro bis 2040 aus für alle diese Technologietrends aus.
Europa müsse deshalb gezielt investieren, um Teil dieser technologischen Entwicklung zu bleiben. Unterbleiben diese Investitionen, bestehe die Gefahr, dass Wertschöpfung, Innovation und technologische Souveränität zunehmend ausserhalb Europas stattfinden. Im Bereich der Halbleiter soll das Marktvolumen in Europa bis 2040 auf 2,6 Billionen steigen.
Besonders im internationalen Technologiewettlauf komme der europäischen Halbleiterindustrie eine strategische Rolle zu. Der European Chips Act habe wichtige Impulse gesetzt im Aufbau zusätzlicher Produktionskapazitäten. Jetzt ginge es darum ein leistungsfähiges Ökosystems aus Zulieferern, Ausrüstungsherstellern, Forschungsinstituten und Technologiepartnern aufzubauen.
Europa muss anstreben, seinen weltweiten Marktanteil deutlich zu erhöhen. Trotz erheblicher Investitionen besteht jedoch weiterhin eine Finanzierungslücke gegenüber den USA und asiatischen Wettbewerbern wie z. B. Japan. Gleichzeitig steht die Branche vor erheblichen Herausforderungen: Hohe Energiepreise, langwierige Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren sowie der zunehmende Fachkräftemangel.
Braun erwartet von den Regierungen die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um das Potential, Talent und Wissen am europäischen Standort nutzbar zu machen.
"Wir brauchen ein besseres Verständnis der globalen Zusammenhänge und der internationalen Wettbewerbsdynamik, um die europäische Halbleiterindustrie langfristig erfolgreich und resilient aufzustellen," so Braun.
Laut Linus Grob, Senior Consultant in Real Estate & Construction, Drees & Sommer Belgium, deutlich, wird im Immobiliensektor Nachhaltigkeit derzeit häufig nicht mehr primär als Wettbewerbs- oder Renditetreiber wahrgenommen. Dennoch verschwinden die zugrunde liegenden Risiken nicht. Klimawandel und Umweltbelastungen entwickeln sich unabhängig von politischen Diskussionen weiter. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass bereits sieben von neun planetaren Belastungsgrenzen überschritten wurden. In Deutschland betrug der Schaden von Überflutungen 2021 und 2023 rund 32 Milliarden Euro hoch.
Der Referent plädierte daher dafür, das Unternehmen deshalb systematisch Risiken und die Verwundbarkeit ihrer Gebäude analysieren und Klima- sowie Emissionsziele in ihren Investitionsplänen festlegen sollten. Dazu gehören beispielsweise die Dekarbonisierung von Gebäuden und Produktionsstandorten sowie Maßnahmen zur langfristigen Reduzierung von Emissionen.
"Eigentümer und Investoren müssten sich zunehmend fragen, was bedeutet es für mein Gebäude, wenn es nicht ausreichend nachhaltig ist?", so Grob. Nachhaltigkeit wird immer stärker als Wirtschaftsfaktor wahrgenommen. Zudem sei es heute billiger als denn je, nachhaltig zu werden.
Drees & Sommer ist ein international tätiges Beratungs- und Projektmanagementunternehmen mit Fokus auf Immobilien, Infrastruktur und nachhaltige Transformation. Als Premium-Mitglied der AHK debelux gestaltet das Unternehmen die Veranstaltungsreihe „Meet the Member“ aktiv mit und fördert den Austausch innerhalb des deutsch-belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsnetzwerks.
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