Handelsbeziehungen Deutschlands mit Belgien und Luxemburg entwickeln sich positiv
Sowohl die Ausfuhren als auch die Einfuhren legten gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu im ersten Halbjahr 2026. Das ergeben unsere Auswertungen der Daten des statistischen Bundesamts Destatis.
Besonders dynamisch entwickelte sich der Handel mit Belgien auf der Importseite, während Luxemburg bei Aus- und Einfuhren ein moderates Wachstum verzeichnete.
Handel mit Belgien: Einfuhren legen deutlich zu
- Von Januar bis Juni 2026 exportierte Deutschland Waren im Wert von rund 30,5 Milliarden Euro nach Belgien. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht dies einem Anstieg von 2,5 Prozent. Die Ausfuhren erhöhten sich damit um rund 732 Millionen Euro.
Noch stärker entwickelte sich die Importseite: Die deutschen Einfuhren aus Belgien stiegen um 6,1 Prozent auf knapp 24,7 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von rund 1,4 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Belgien bleibt damit einer der wichtigsten Handelspartner Deutschlands innerhalb der Europäischen Union und unterstreicht seine Bedeutung als zentraler Wirtschafts- und Logistikstandort in Europa.
Handel mit Luxemburg: stetiges Wachstum auf beiden Seiten
Auch der Warenhandel zwischen Deutschland und Luxemburg entwickelte sich im ersten Halbjahr 2026 positiv.
- Die deutschen Ausfuhren nach Luxemburg stiegen um 2,8 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von etwa 97 Millionen Euro.
Die Einfuhren aus Luxemburg erhöhten sich um 2,4 Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro. Damit lag das Importvolumen um rund 45 Millionen Euro über dem Wert des ersten Halbjahres 2025.
Die Zahlen verdeutlichen die weiterhin enge wirtschaftliche Verflechtung zwischen Deutschland und dem Großherzogtum Luxemburg, das insbesondere für die grenzüberschreitende Wirtschaft in der Großregion eine wichtige Rolle spielt.
Positive Entwicklung im DE-BE-LUX-Handel
Insgesamt zeigt sich der Handel Deutschlands mit Belgien und Luxemburg im ersten Halbjahr 2026 robust.
- Insgesamt beträgt das Handelsvolumen Deutschlands mit Belgien und Luxemburg 58,4 Milliarden Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres
- knapp 4% mehr als im Vorjahreszeitraum
Während Belgien insbesondere bei den Einfuhren ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete, entwickelten sich die Handelsströme mit Luxemburg auf stabilem Niveau. Die aktuellen Zahlen bestätigen die enge wirtschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der DE-BE-LUX-Region und die hohe Bedeutung der bilateralen Handelsbeziehungen.
Handelszahlen im Überblick
Deutschland - Belgien
- Ausfuhren Jan–Jun 2025: 29.802.578 Tsd. EUR
- Ausfuhren Jan–Jun 2026: 30.535.011 Tsd. EUR
- Veränderung: +732.433 Tsd. EUR
- Wachstum: +2,46 %
- Einfuhren Jan–Jun 2025: 23.319.491 Tsd. EUR
- Einfuhren Jan–Jun 2026: 24.734.595 Tsd. EUR
- Veränderung: +1.415.104 Tsd. EUR
- Wachstum: +6,07 %
Deutschland - Luxemburg
- Ausfuhren Jan–Jun 2025: 3.413.753 Tsd. EUR
- Ausfuhren Jan–Jun 2026: 3.510.300 Tsd. EUR
- Veränderung: +96.547 Tsd. EUR
- Wachstum: +2,83 %
- Einfuhren Jan–Jun 2025: 1.864.057 Tsd. EUR
- Einfuhren Jan–Jun 2026: 1.908.610 Tsd. EUR
- Veränderung: +44.553 Tsd. EUR
- Wachstum: +2,39 %
Kurz zusammengefasst:
- Belgien: Ausfuhren +2,46 %, Einfuhren +6,07 %
- Luxemburg: Ausfuhren +2,83 %, Einfuhren +2,39 %