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Wirtschaftsleistung im ersten Quartal im Vergleich

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Die konjunkturelle Entwicklung zeigt zu Beginn des Jahres 2026 ein differenziertes Bild. Während Deutschland und Belgien eine leichte Erholung verzeichnen, steht Luxemburg weiterhin unter erheblichem wirtschaftlichem Druck.

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Konjunktur entwickelt sich unterschiedlich in der DeBeLux-Region

  • Deutschland: stärkste Wachstumsdynamik, getragen von steigender Auslandsnachfrage
  • Belgien: stabile Wirtschaft dank robuster Binnenkonjunktur und Dienstleistungssektor
  • Luxemburg: anhaltender Druck auf Wirtschaft durch importierte Inflation

Auslandsnachfrage stützt die Konjunktur in Deutschland

Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) ist deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal 2026 weiter gewachsen. Getragen wurde die positive Entwicklung vor allem von steigenden Exporten und höheren staatlichen Konsumausgaben. Besonders die Industrie profitierte von einer verbesserten Auslandsnachfrage. Insgesamt bestätigt sich damit die seit Ende 2025 beobachtete leichte konjunkturelle Erholung.

  • BIP wächst um 0,3 % gegenüber dem Vorquartal
  • Jahresvergleich:  +0,5 % gegenüber 1. Quartal 2025

Belgien: Stabile Entwicklung trotz Herausforderungen

Die Belgische Nationalbank (BNB) zeichnet für das erste Quartal 2026 das Bild einer insgesamt stabilen Volkswirtschaft. Das Wachstum blieb ebenfalls positiv wie beim Nachbarn Deutschland. Stützend wirkten vor allem ein robuster Dienstleistungssektor sowie eine weiterhin stabile private Nachfrage

  • BIP wächst um 0,2% gegenüber dem Vorquartal
  • Bausektor (0,5%), Dienstleistungssektor (0,3%) und Exporte (2,8%), private Binnennachfrage (0,6%)
  • Industrie: -0,2%

Luxemburg

Auch wenn noch keine Zahlen zum ersten Quartal 2026 aus Luxemburg vorliegen, so rechnet das Statistikamt Statec in seinem halbjährlichen Konjunkturbericht mit einem Wachstum von 1,2% de BIP im Falle eines schnell endenden Nahostkonflikt bzw. der Öffnung der Hormusstraße. Diese Prognose ist positiver als in Belgien (1%) oder Deutschland (0,5%). Bei einem anhaltenden Konfliktszenario allerdings sinkt die Prognose auf -1,1%.

  • Stagflationsrisiko und Wettbewerbsprobleme: Kombination aus Inflation, Indexierung und Mindestlohnerhöhung treibt Arbeitskosten und gefährdet Profitabilität, Investitionen und Beschäftigung

Die hauptsächlichen Herausforderungen für die luxemburgische Wirtschaft ist die Inflation, die insbesondere seit dem Iran-Konflikt anhält. Nach der jüngsten Schätzung des STATEC belief sich das Wachstum im Jahr 2025 auf lediglich 0,6 %, womit es das vierte Jahr in Folge unter der 1-Prozent-Marke lag. Dieser Wachstumsstillstand zeigt sich in einem Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 6,3 % sowie einer erheblichen Verlangsamung der Schaffung von Arbeitsplätzen und der Investitionen.

Geschäftsführer der Handelskammer Luxemburg, Carlo Thelen, beschreibt die wirtschaftliche Lage in seinem aktuellen Blog so:

Die makroökonomische Lage gleicht einer Stagflation, mit einem kumulativen Effekt an der Basis: eine importierte Inflation, die die Kosten in die Höhe treibt, eine Indexierung, die die Auswirkungen auf die gesamte Wirtschaft überträgt, und eine administrative Anhebung des Mindestlohns, die noch hinzukommt. Für sich genommen kann jeder dieser Mechanismen gerechtfertigt sein. In ihrer Kombination werden sie jedoch zu einem erheblichen Anstieg der Arbeitskosten führen, der von der Produktivitätsentwicklung abgekoppelt ist, und unsere Wettbewerbsfähigkeit direkt belasten – mit Auswirkungen auf die Rentabilität der Unternehmen, ihre Investitionsentscheidungen und letztlich auf die Beschäftigung.

 

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