Reformen und Digitalisierung sollen Antworten geben
In Belgien sind technische, digitale und Gesundheitsberufe besonders vom Facharbeitermangel betroffen. Während in einigen Regionen weiterhin hohe Arbeitslosigkeit besteht, nimmt die Nachfrage nach ausgebildeten Arbeitskräften zu. Vor diesem Hintergrund müssen Unternehmen immer stärker um Talente mit hoher Fachkompetenz konkurrieren.
Unser Partner Germany Trade and Invest (GTAI) veröffentlicht auf seinen Webseiten einen Analyse der aktuellen Situation am belgischen Arbeitsmarkt. Hier finden Sie eine kurze Übersicht der wichtigsten Punkte.
Hohe Jugendarbeitslosigkeit
In Belgien sind im Vergleich zu Ländern mit ähnlicher Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur, wie beispielsweise den Niederlanden, viele Jugendliche (15 bis 24 Jahre) und ältere Arbeitnehmer (55 bis 64 Jahre) nicht beschäftigt. Im Jahr 2024 waren laut Eurostat nur rund 26,3 Prozent der Jugendlichen berufstätig. Bei der älteren Bevölkerung waren es 59,4 Prozent. Die Jugendarbeitslosenquote war mit 17,4 Prozent etwa doppelt so hoch wie in den Niederlanden.
Reformen und Zuwanderung als Lösungsansätze
Um den Fachkräftemangel zu bekämpfen, setzt Belgien auf eine Kombination aus Zuwanderung, regionalen Ansätzen, Weiterbildung und wirtschaftspolitischen Reformen. Durch die Arbeitsmarktreformen von 2025 sollen neue Lösungsansätze entstehen. Lesen Sie mehr zu den Reformen hier.
Fortschreitende Digitalisierung schließt Engpässe
Belgien setzt auch auf digitale Lösungen, um den Arbeitsmarkt zu modernisieren. Mehrere nationale Digitalisierungsstrategien sind dem Digitalplan (Digital Belgium) untergeordnet. Dieser setzt den EU‑Fahrplan zur digitalen Dekade auf nationaler Ebene um. Auch die Integration von KI in die Unternehmen sollen die Auswirkungen von Fachkräftemangel eindämmen.