Luxemburg

Außenhandel soll um rund 12% zurückgehen

20.07.2020

Germany Trade & Invest meldete, dass die luxemburgischen Im- und Exporte im Zuge der Covid-19-Krise einbrechen. Dadurch verringere sich auch das hohe strukturelle Handelsbilanzdefizit.

Im April 2020 war die Industrieproduktion um 33,3 Prozent geringer als im selben Vorjahresmonat, schreibt Germany Trade & Invest (GTAI) auf ihrer Website. Starke Umsatzrückgänge habe auch der Einzelhandel verzeichnet.

In der Folge sei auch der Außenhandel eingebrochen. Der Warenexport lag im März und April 2020 um 23,4 Prozent niedriger als vor Jahresfrist und der Warenimport sank im selben Zeitraum sogar um 27,6 Prozent. Besonders stark haben dabei die Einfuhren von Fahrzeugen (-53,6 Prozent) und Brennstoffen (-39,7 Prozent) abgenommen. Aber auch klassische deutsche Liefergüter wie Maschinen und Anlagen (-15,5 Prozent) oder chemische Erzeugnisse (-7,4 Prozent) hat Luxemburg im März und April 2020 weniger als in denselben Vorjahresmonaten importiert.

Bis Ende 2020 sei mit einer teilweisen Normalisierung der Warenströme zu rechnen, wenn sich der Pandemieverlauf günstig entwickele. Dennoch erwarte die Europäische Kommission, dass die luxemburgische Einfuhr von Waren und Dienstleistungen 2020 preisbereinigt um 12 Prozent unter dem Niveau von 2019 bleibe. Die Einfuhren sollen um 11,5 Prozent sinken.

Da die Importe während der Coronapandemie stärker als die Exporte einbrechen, verringere sich auch das Handelsbilanzdefizit. Dieses ist in Luxemburg traditionell sehr hoch.

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