Abbau des Haushaltsdefizits kostet Belgien Anstrengungen

Laut dem Wirtschaftsausblick des Föderalen Planbüros kann Belgien in den nächsten fünf Jahren trotz eines verlangsamten Wirtschaftswachstums eine niedrigere Arbeitslosenquote erwarten.

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Das Planbüro sieht die Wirtschaftsentwicklung positiv: bis 2020 soll das Wachstum stabil bleiben, sich aber danach etwas verlangsamen. Außerdem wird prognostiziert, dass die Arbeitslosenquote bis 2023 auf den Stand von 7,3% sinken wird und dass sich der Abbau der Arbeitsplätze im verarbeitenden Gewerbe in Grenzen halten werde.

Die Staatsverschuldung Belgiens sei bereits seit 2015 rückläufig, werde jedoch durch abnehmende Geschwindigkeit bis 2021 nicht unter 100 Prozent des belgischen BIP sinken können.

Das Ziel eines ausgeglichenen Haushaltes könne ohne Anstrengungen der Politik in den nächsten Jahren nicht erreicht werden, so das Planbüro. Seit 2016 verbesserte sich das jährliche Haushaltsdefizit auf 1% des BIP (2018) wird laut den Prognosen ohne zusätzliche Haushaltsmaßnahmen wieder steigen und den Anforderungen des Europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts nicht entsprechen. So laufe Belgien Gefahr, ohne Maßnahmen bis 2020 wieder ein Haushaltsdefizit von 1,7 Prozent zu haben. Laut Planbüro könne man versuchen, Europa durch langfristige Investitionen, welche zum Defizit beitragen würden, zu beruhigen. Die bisherige Verbesserung des Defizits sei u. a. auf haushaltsfreundliche Einmaleffekte zurückzuführen und so nur von kurzer Dauer.

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