Wirtschaft und Sektoren

Bild: Port of Antwerp

Belgien ist ein stark industrialisiertes, hoch entwickeltes, offenes Handelsland mit einem hohen Lebensstandard. Die Halbfertig- und Fertigwaren beherrschen den industriellen Sektor. Der Rohstoffsektor ist stark von Importen abhängig. International hat Belgien den höchsten Außenhandelsanteil am Bruttoinlandsprodukt. Im 19. Jahrhundert war Belgien das erste Land auf dem europäischen Kontinent, in dem sich die industrielle Revolution ankündigte. Die Revolution begann mit der Eisen- und Stahlindustrie in Wallonien, während in Flandern die Textil- und Bekleidungsindustrie dominierte. Trotz der wirtschaftlichen Krise in den 70er Jahren ist es dem Land durch eine gezielte Förderungspolitik gelungen, eine Diversifizierung zu erreichen und ausländische Investoren zu gewinnen.

Die Entscheidung für eine Investition in Belgien sprechen nicht nur steuerliche Anreize, sondern wird auch die zentrale Lage, die erstklassige Infrastruktur, die gut ausgebauten Hafenanlagen (z.B. Antwerpen, Zeebrügge, Lüttich), das hohe u. a. durch die Mehrsprachigkeit bedingte Ausbildungsniveau, die politische Stabilität und die zahlreichen internationalen Institutionen in Brüssel. Der Industriesektor setzt sich hauptsächlich aus folgenden Zweigen zusammen:

  • Eisen und Stahl
  • Metallverarbeitung (inkl. Automobilproduktion)
  • Textilien
  • Lebensmittel
  • Glas
  • NE-Metalle
  • Diamanten


Die Gründung zahlreicher Technologieparks und eine gezielte Forschungsförderung hat die Entwicklung der folgenden Zukunftsbranchen vorangetrieben:

  • Spitzentechnologie
  • Telekommunikation
  • Software
  • Pharma
  • Mikroelektronik
  • Biotechnologie


Der Dienstleistungssektor trägt jedoch zu mehr als Zweidritteln zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die folgenden Sektoren sind besonders hoch entwickelt:

  • Transport
  • Finanzen
  • Kommunikation
  • Messe- und Kongresswesen
  • Internationaler Handel

Quellen: Statistisches Landesamt, Belgische Nationalbank, Eurostat, GTAI