Geschichte der AHK debelux

Das belgische Haus in Köln um 1950

Die Deutsch-Belgisch-Luxemburgische Handelskammer ist die älteste der deutschen Auslandshandelskammern.

Ihr Ursprung geht zurück auf das Jahr 1894. Seitdem hat die Kammer viele Höhen und Tiefen wirtschaftlicher und politischer Art erlebt, doch seit ihrer Anfangszeit hat die sie ihr Dienstleistungsangebot stetig weiterentwickelt und kontinuierlich an strukturelle und konjunkturelle Veränderungen angepasst.

1894-1904

Der Ursprung der Deutsch-Belgisch-Luxemburgischen Handelskammer geht auf das Jahr 1894 zurück, als auf Initiative deutscher Kaufleute in Brüssel die „Chambre de Commerce Belgo-Allemande“ gegründet wurde.

Bereits in dieser frühen Zeit engagierte sich die Kammer im internationalen Messe- und Ausstellungswesen, wie beispielsweise bei der Brüsseler Weltausstellung von 1897.

Vorbehalte von Seiten des deutschen Konsulats in Belgien sowie mangelnde finanzielle Unterstützung von der Regierung in Deutschland führten jedoch dazu, dass die Kammer ihre Tätigkeit im Jahre 1904 wieder einstellen musste.

1924-1940er

Im Jahr 1924 wurde eine Vereinigung unter dem Namen „Agents Généraux et Représentants de Fabriques, Compagnies et Sociétés Allemandes en Belgique“ gegründet, die die Förderung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Belgien zum Ziel hatte. Diese vorwiegend aus Vertretern deutscher Unternehmer in Belgien bestehende Organisation hatte den Charakter einer Berufsvereinigung.

Nach dem Ersten Weltkrieg verstärkte sich mit den zunehmenden Wirtschaftsbeziehungen der Wunsch, eine deutsche Handelskammer in Belgien zu gründen. Im Februar 1925 wurde zunächst die Berufsvereinigung in „Association Economique Belgo-Allemande“ umbenannt. Am 10. Dezember 1932 entstand schließlich unter der Leitung des Präsidenten Hrdina-Delstanche eine deutsch-belgische Handelskammer.

Diese Kammer bestand bis zum Beginn der 40er Jahre.

1948-1950er

Nach einer Unterbrechung der Tätigkeiten durch den Zweiten Weltkrieg gründeten Kaufleute aus Deutschland und Belgien unter Beteiligung der luxemburgischen Wirtschaft im Jahr 1948 je eine Kammer in Antwerpen und Köln. Beide Kammern setzten sich dafür ein, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion wiederherzustellen. 

Im Oktober 1952 erfolgte die Gründung der paritätischen Deutsch-Belgisch-Luxemburgischen Handelskammer mit Sitz zunächst in Antwerpen, später in Brüssel und einer Geschäftsstelle in Köln. Damals setzte sich der Verwaltungsrat aus jeweils 25 Mitgliedern der drei Partnerländer zusammen.

Ein herausragendes Ereignis war die Weltausstellung 1958 in Brüssel, durch die das Interesse an Belgien und seiner Wirtschaft deutlich anstieg und die Kammer einen starken Mitgliederzuwachs spürte.

1960er

Eine wesentliche Rolle spielte die Kammer Mitte der 60er Jahre bei den Beratungen zum Deutsch-Belgischen Doppelbesteuerungsabkommen, das am 11. April 1967 beschlossen wurde.

Seit der Wiedergründung 1952 bestand auf belgischer Seite eine enge Verbindung zum Dachverband der belgischen Auslandshandelskammern (FCCBE). Die gute Zusammenarbeit mit Luxemburg geht auf die Beteiligung des damaligen Hauptgeschäftsführers der Luxemburgischen Handelskammer, Dr. Paul Weber, an der Wiedergründung der Deutsch-Belgischen Handelskammer zurück.

1990er

Mit der deutschen Wiedervereinigung ergaben sich neue Aufgaben für AHK debelux, besonders im Rahmen der Exportförderung für Unternehmen der neuen Bundesländer. So organisierte die Kammer zahlreiche Projekte in Bereichen wie Messevertretung oder Markterschließung.

Heute

Die AHK debelux gehört heute zum Netzwerk der 130 deutschen Auslandshandelskammern, die in insgesamt 90 Ländern auf allen fünf Kontinenten als Ansprechpartner für deutsche Exportunternehmen zur Verfügung stehen.

Das Dienstleistungsangebot der AHKn wurde seit 2006 unter der Dachmarke DEinternational ausgebaut und auf die Bedürfnisse der Unternehmen abgestimmt. DEinternational steht für einen hohen Qualitätsanspruch, den die deutschen Auslandshandelskammern weltweit erfüllen. Trotz steigenden Wettbewerbs bleibt AHK mit ihren Dienstleistungen ein bevorzugter Partner der Wirtschaft.