Herausforderungen einer digitalisierten Arbeitswelt schwarz auf weiß

„Arbeiten 4.0 – Chancen und Herausforderungen für Luxemburg“ heißt die Studie, die am 4. Mai der Öffentlichkeit im Großherzogtum vorgestellt wurde.

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Sie hat zum Ziel, die Entwicklung der Digitalisierung und ihre möglichen Auswirkungen auf die Arbeitswelt aufzuzeigen und die damit verbundenen Chancen und Herausforderungen vor dem Hintergrund der luxemburgischen Wirtschafts- und Arbeitsmarktstruktur zu diskutieren.

Im Beisein von Nicolas Schmit, Minister für Arbeit, Beschäftigung sowie Sozial- und Solidarwirtschaft, Michel Wurth, Präsident der Handelskammer und Jean-Claude Reding, Präsident der Arbeitnehmerkammer wurden die Ergebnisse der Presse präsentiert: Beispielsweise werden durch das Arbeiten 4.0 körperliche Belastungen reduziert, jedoch entstehen auch neue Herausforderungen wie die verstärkten psychischen und kognitiven Belastungen. Abschließend wird auf die Steuerpolitik eingegangen und mögliche Steuerreformen als Reaktion auf die Digitalisierung diskutiert.

Auch wenn Sie keine revolutionären neuen Erkenntnisse bringt, so ist sie doch wichtig, um Akteure aus Politik und Wirtschaft sowie die Sozialpartner auf die Herausforderungen der Arbeitnehmer und -geber aufmerksam machen und den Sozialdialog zu unterstützen.

Das Thema „Arbeiten 4.0“ spielt in Luxemburg eine besonders große Rolle. Laut Eurostat liegt Luxemburg im internationalen Vergleich auf der Spitzenposition des Niveaus der digitalen Kenntnisse und auch das Arbeiten außerhalb des regulären Arbeitsplatzes ist hier laut Eurofound und der ILO im Vergleich überdurchschnittlich oft verbreitet. Nach der European skills and jobs (ESJ) survey des Cedefop brauchen ca. 20% der Luxemburger im Beruf fortgeschrittene IKT-Kenntnisse.

Diese Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung sowie des Instituts für Sozialforschung und Sozialwirtschaft legt den Fokus neben den Konsequenzen der Digitalisierung auf den Arbeitsinhalten und der Arbeitsorganisation auch auf soziale Aspekte. Arbeitsqualität, Gesundheit sowie die sozialen Sicherungssysteme werden in Bezug auf das Thema Digitalisierung analysiert.

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