Handelskammern weltweit besorgt über wachsenden Protektionismus

Aus einer gemeinsamen Umfrage von Eurochambres, der Europäische Dachverband der Handelskammern, und Vereinigungen anderer Kontinente ergibt sich, dass die Unternehmen weltweit optimistisch auf die Wirtschaftsentwicklung blicken. Die Mitglieder des Global Chamber Plattform drücken dennoch ihre Besorgnis über den wachsenden Protektionismus aus.

  • © Getty Images/StockFinland

Es ist das erste Mal seit Einführung der „Global Economic Survey“ der Handelskammern weltweit, dass Protektionismus und ausreichender Marktzutritt als die größte Herausforderung der Weltwirtschaft wahrgenommen werden. Laut Christoph Leitl, Präsident von Eurochambres und der Global Chamber Plattform seien offene Märkte und Vorhersehbarkeit wesentliche Bedingungen, um gute internationalen Handelsbeziehungen aufrechtzuerhalten. Diese Voraussetzungen stehen aber stark unter Druck - u.a. durch Brexit und höhere Importzölle auf Stahlprodukte in den USA, fügt René Branders, Präsident des Belgischen Handelskammerdachverbands, noch hinzu.

Aus der Frage nach den dringendsten Engpässen für die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe geht hervor, dass die Kammern sich vor allem um den Zugang zu Finanzierung und Fachkräften für ihre Mitgliedsunternehmen sorgen. Dabei wird u. a. die Stärkung der technischen und beruflichen Ausbildung als wichtige Instrumente genannt, um den Arbeitsmarkt besser auf den Fachkräftemangel abzustimmen, den Betriebe im Moment haben.

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