Ein gutes Jahr für die belgischen Unternehmen

Der Gesamtumsatz der 5.000 größten Unternehmen stieg um knapp 10% und der Gewinn um 5%.

Die größten Gewinnmaschinen waren die Banken, laut einer neuen Ausgabe des Managermagazins Trends Top, das die Zahlen der 5.000 größten belgischen Unternehmen analysierte.

Sie zusammen erzielten zusammen einen Umsatz von 675 Milliarden Euro, 9,8% mehr als 2016. Der Gesamtgewinn stieg um 5% auf 24,2 Milliarden Euro. Die Tatsache, dass die Gewinne nicht der Wachstumsrate des Umsatzes folgten, habe mit einem verstärkten Wettbewerb zu tun, sagt Tony Coenjaerts von Trends Top. Dadurch werden die Margen kleiner. Alles in allem war es ein gutes Jahr, sagt Coenjaerts. „Die belgische Wirtschaft stützte sich auf das gute wirtschaftliche Klima in Europa und auf der ganzen Welt“, sagt er.

Das belgische Wirtschaftswachstum wurde im vergangenen Jahr in geringerem Maße von den Verbrauchern gesenkt. Sie gaben weniger aus sparten mehr, was sich vor allem im Dienstleistungsbereich und im verarbeitenden Gewerbe auswirkte. Dass die Industrie dennoch „ihren höchsten Stand seit 2008 erreichte“, laut Trends Tops, liegt insbesondere am Pharmasektor und der Lebensmittelindustrie. Sie exportierten Impfstoffe, Bier, Schokolade und Kartoffelprodukte in besonders hohem Maß.

Grösster Arbeitgeber bleibt HR Rail

Absoluter Gewinnchampion laut Trends Top war die KBC Bank. Die Bankeinheit der KBC erzielte einen Nettogewinn von mehr als 2,6 Milliarden Euro, doppelt so viel wie 2016. BNP Paribas Fortis, der zweite in der Nettogewinnliste, musste mit einer Milliarde Gewinn weniger auskommen. Auch Belfius Bank ist in den Top 10. Toyota Motor Europe war im vergangenen Jahr mit einem Umsatz von mehr als 25 Milliarden Euro das größte Unternehmen in Belgien.

Der größte Arbeitgeber blieb HR Rail. Der Arbeitgeber des Eisenbahnpersonals (NMBS und Infrabel) beschäftigt 30.763 Mitarbeiter, fast 1.000 weniger als 2016. Darauf folgten bpost (23.393 Mitarbeiter) und Colruyt (16.929).

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