Belgische Wirtschaft: weniger Gesamtwachstum aber steigender Handel

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Belgiens ist im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3% gestiegen, meldete die Belgische Nationalbank (BNB) letzte Woche. Das Wachstum fällt geringer aus als noch Ende Oktober erwartet. Die Experten gingen von 0,4% BIP-Wachstum aus.

Auf das Jahreswachstum 2018 hochgerechnet, könnte das einen Rückgang von einem Prozentpunkt bedeuten. Die BNB ging vor einem Monat noch von 1,7% aus. "Im Vergleich zum Vorquartal stieg die Aktivität im Dienstleistungssektor um 0,4% und in der Industrie um 0,1%. In der Bauwirtschaft sank sie um 0,2%", heißt es in der Pressemitteilung der Nationalbank. Die Inlandsnachfrage (ohne Vorräte) blieb stabil.

Höhere Investitionen und Staatsausgaben sowie höhere Verbraucherinvestitionen in Wohngebäuden wurden durch den sinkenden Konsum der privaten Haushalte (-0,2%) und niedrigere Geschäftsinvestitionen (-0,4%) abgeschwächt. Letztere gehen vor allem auf das Konto des Rückgangs spezieller Schiffsan- und -verkäufe im In- und Ausland. Positiv ist das Wachstum der Im- und Exporte zu sehen: Die Exporte stiegen in drei Monaten um 0,8%, die Importe um 0,2%. Auch die Inlandsbeschäftigung sei im dritten Quartal gestiegen: 0,4% im Vergleich zum Vorquartal und um 1,3% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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