AHK debelux Unternehmen schätzen Konjunktur stabil ein

Die aktuelle Konjunkturumfrage der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) weltweit, zeigt, dass sich die Weltwirtschaft deutlich langsamer entwickelt als bis vor kurzem erwartet. Die belgischen Mitgliedsunternehmen der AHK debelux schätzen die mittelfristige konjunkturelle Entwicklung grösstenteils stabil ein.

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Die mittelfristige konjunkturelle Entwicklung in Belgien wird von 71,4% der befragten Unternehmen als weiterhin gleichbleibend beurteilt. 21,4% schätzen sie schlechter ein und nur 7,1% beurteilen die konjunkturelle Entwicklung besser. Dennoch rechnen 50% der Befragten mit höheren Ausgaben für Investitionen und nur 28,6% mit unveränderten Summen. Bei den Beschäftigtenzahlen sehen 33,3% der befragten Unternehmen einen Anstieg in den nächsten zwölf Monaten, knapp die Hälfte (46,7%) rechnen mit denselben und ein Fünftel mit niedrigeren Zahlen.

Mit je 40% sind die größten Sorgen der befragten Unternehmen in Belgien die Arbeitskosten sowie Handelsbarrieren und Bevorzugung einheimischer Unternehmen (Protektionismus), gefolgt vom Fachkräftemangel und wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen (je 33%). Allein beim Thema Rechtssicherheit sind sich die Unternehmen einig, diese wurde von keinem Befragten als Risiko bewertet.

Weltweit nahmen 3.500 Mitgliedsunternehmen der AHKn teil. Ihre Stimmung hat sich insgesamt im Vergleich zur Frühjahrsumfrage eingetrübt. Während sich in der Frühjahresumfrage noch 40% der Teilnehmer positiv hinsichtlich der lokalen Konjunkturentwicklung zeigten, antizipieren in der aktuellen Umfrage lediglich 27% eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage.

Das Bruttoinlandsprodukt 2018 soll global statt den prognostizierten 4% nur um 3,6% zulegen und soll damit unter dem langjährigen Durchschnitt von 3,8% liegen. Auf Basis der Umfrageergebnisse ist für 2019 mit einem Zuwachs von 3,5% zu rechnen.

Hauptrisiken für die Wirtschaftsentwicklung sind die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen, die Inlandsnachfrage und der Wechselkurs. Die Eurozone folgt dem Gesamtwirtschaftlichen Trend. Neben den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen und der Nachfrage ist hier vor allem der Fachkräftemangel das Hauptrisiko der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung.

Die teilnehmenden Unternehmen setzen sich aus Industrie (35%), Dienstleistungsbereich (42%) und Handel (23%) zusammen. Es nahmen auch deutsche Unternehmen - Niederlassungen, Tochtergesellschaften - sowie Firmen mit engem Deutschlandbezug, an der Umfrage teil und bewerteten sowohl die eigenen Geschäftsaussichten als auch die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort.

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