Wirtschaft und Sektoren

Die luxemburgische Wirtschaft ist eine der erfolgreichsten und wachstumsstärksten Wirtschaften in der gesamten Europäischen Union. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt beispielsweise das Doppelte des EU-Durchschnittes. Die Arbeitslosenrate ist im europäischen Vergleich sehr niedrig. Es hat im Vergleich zu seinen Nachbarstaaten ein hohes Lebensniveau und eine hohe Kaufkraft. 

Luxemburg ist in den folgenden Branchen hervorragend aufgestellt:

  • Finanzdienstleister und Banken
  • Versicherungssektor
  • Logistik- und Transport
  • Stahlindustrie
  • Informationstechnologie (Astra-Satellitensysteme)

Das Land hat durch die Stahlindustrie seine wirtschaftliche Kraft gewonnen und wurde danach vom außergewöhnlichen Wachstum des Finanzsektors konsolidiert. Seit 1987 ist die Beschäftigtenzahl im Bankensektor höher als die in der Stahlindustrie.
Beinah zwei Drittel der erwerbstätigen Bevölkerung arbeitet im Dienstleistungsbereich, weniger als ein Drittel in der Industrie und kaum 4% in der Landwirtschaft.
Luxemburg ist der siebtgrößte Finanzplatz weltweit und verfügt über mehr als 200 Banken und 1500 Anlagefonds. Neben nationalen Banken haben sich auch zahlreiche ausländische Banken dort niedergelassen.
In Bezug auf Versicherungen verfügt Luxemburg über mehr als 250 Rückversicherungs- und 90 Versicherungsgesellschaften. Luxemburg ist zudem ein wichtiges europäisches Entscheidungszentrum geworden. Derzeit sind um die 8000 Menschen im europäischen Umfeld beschäftigt.


Die folgenden Institutionen sind in Luxemburg ansässig:

  • Europäischer Gerichtshof (EuGH)
  • Europäische Investitionsbank (EIB)
  • Europäischer Rechnungshof
  • Arbeitsort des Europäischen Parlaments

Standortfaktoren

Luxemburg ist nicht nur durch seine günstige geographische Lage und die exzellente Verkehrsanbindung ein interessantes Investitionsland für Deutschland. Auch das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, das im europäischen Vergleich deutlich an der Spitze liegt, regt deutsche Investoren dazu an, sich in Luxemburg niederzulassen.


Nicht zu vergessen ist das hohe Ausbildungsniveau der luxemburgischen Bevölkerung. Die Menschen sprechen – abgesehen von ihrer Muttersprache, dem Luxemburgischen – noch mindestens zwei bzw. drei weitere Fremdsprachen. Sowohl Französisch, Deutsch als auch Englisch sind bereits ab der Grundschule Pflicht und gehören beim Durchschnittsluxemburger zum Alltag.


Seit 2003 besitzt Luxemburg eine eigene Universität mit drei Standorten (Esch-Belval, Kirchberg und Limpertsberg). 860 Finanzexperten, Juristen, Unternehmer und andere Praktiker unterstützen die etwa 241 Professoren, Assistenzprofessoren und Dozenten. Sie unterrichten 6 172 Studierende aus 115 Ländern.