Bevölkerung & Sprachen

Landes- und Geschäftssprachen Belgiens

In Belgien gibt es drei Amtssprachen: Niederländisch, Französisch und Deutsch. Eine strikte Sprachentrennung wird hier groß geschrieben. Daher sollte die Geschäftskorrespondenz mit Flamen auf Niederländisch und mit Wallonen auf Französisch geführt werden. Eine Ausnahme bildet der deutschsprachige Teil der Wallonie, in dem neben Französisch auch Deutsch Amtssprache ist. Die Hauptstadt Brüssel ist offiziell zweisprachig.
Bei allen Texten, die sich direkt an belgische Konsumenten richten (z.B. Werbematerial oder Gebrauchsanweisungen), wird empfohlen, sie sowohl auf Französisch als auch auf Niederländisch zu veröffentlichen.

Kulturunterschiede zwischen Flandern und Wallonien

Zwischen Flamen und Wallonen bestehen nicht nur sprachliche auch kulturelle Unterschiede, obwohl vieles selbstverständlich auch eine Frage der Persönlichkeit ist. Was das Produktdesign und den Geschmack angeht, sind die Flamen eher dem Kulturkreis der Niederländer zuzuordnen. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus, hat Flandern eine höhere Kaufkraft als der belgische Durchschnitt. Die Flamen sind an kurze und sachliche Geschäftsverhandlungen gewohnt. Bei guten Bekanntschaften sind sie formlos und nehmen Geschäftseinladungen am liebsten zum Mittagessen an. Sie legen viel Wert auf persönliche Kontakte. Was das Produktdesign und den Geschmack der Wallonen angeht, können sie eher dem romanischen Kulturkreis zugeordnet werden. Ihre Kaufkraft ist im Schnitt niedriger als die der Flamen. Die Wallonen genießen gern ein ausgiebiges Essen bevor sie zu den Verhandlungen übergehen. Bei Tisch legen Sie sehr viel Wert auf ein gepflegte Konversation und Höflichkeit. Sie gelten als extrovertierter als die Flamen.